Zugang zu den Bürgernetzen unter Windows 3.11 mit Modem

Zugang zu den Bürgernetzen unter Windows 3.11 mit Modem




und
Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen



© Helmuth Pladek,
09.-13.09.1996 /
13.-17.01.1997
für bingo e.V. - Bürgernetz Ingolstadt (http://www.bingo.baynet.de) und
Akademie für Lehrerfortbildung, Dillingen



Einwahl in das Bürgernetz per Modem unter Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11
Dieses Dokument soll alle Schritte aufzeigen, die unter Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 notwendig sind, um eine Einwahl in das Netzwerk eines Bürgernetzvereins und damit ins Internet unter der Verwendung eines Modems zu ermöglichen.
Die genaue Konfiguration der jeweiligen Internet-Anwendungen (Web-Browser, EMail- und News-Programme usw.) erfahren Sie durch Ihren Bürgernetzverein und ist ggf. Inhalt eines eigenen Dokuments.
Voraussetzungen:
* Telefonanschluß
* Analoges Modem (14.400 (V.32bis) oder schneller (28.800 - V.34) empfohlen)
* Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11
* Ihnen sollten die jeweiligen Zugangsdaten Ihres Bürgernetzes bekannt sein und
* Sie haben eine Benutzerkennung und Paßwort vom Bürgernetzverein zugewiesen bekommen (haben einen sog. Account erhalten)
Inhaltsverzeichnis:

1. Modem einrichten

1.1 Anschluß des Modems

1.1.1 Anschluß eines externen Modems:

Bitte sehen Sie in Ihrer Anleitung zum Modem nach, wie Sie die Installation des externen Modems vornehmen müssen. Beachten Sie bitte, daß bei Verwendung eines externen Hochgeschwindigkeitsmodems ein Schnittstellenbaustein UART 16550 (FIFO) empfohlen wird. In den neueren PCs sind diese Bausteine bereits verwendet worden, bei älteren Geräten empfiehlt es sich gegebenenfalls, eine neue Schnittstellenkarte mit diesen Schnittstellenbausteinen UART 16550 (FIFO) nachzurüsten.
(Sie können die Schnittstellenbausteine testen, indem Sie das Microsoft Diagnoseprogramm MSD.EXE (im Lieferungsumfang von MS-DOS/Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 enthalten) starten und unter ComPorts - UART Chip used nach dem Eintrag 16550AF (oder ähnlichem) suchen. Beenden Sie MSD mit F3.) Verwenden Sie zum Anschluß des externen Modems den COM-Port (serielle Schnittstelle), der mit diesem Schnittstellenbaustein ausgerüstet ist.
Schließen Sie das Modem mit dem mitgelieferten seriellen Kabel an eine freie (die oben ermittelte) serielle Schnittstelle Ihres Rechners an. Falls dem Modem kein Verbindungskabel beiliegt, besorgen Sie sich ein Modemanschlußkabel, kein NULL-Modemkabel. Gegebenenfalls benötigen Sie einen 9-pin auf 25-pin-SUB-D-Adapter zusätzlich, um das Modem mit Ihrem Rechner zu verbinden.
Schließen Sie das Modem mit dem beiliegenden Telefonanschlußkabel an die Telefonanschlußdose an. Falls Sie keine der neueren Dreifach-Telefonanschlußdosen haben, besorgen Sie sich einen Dreifach-Adapter im Fachhandel (oder melden Sie bei der Telekom einen "Störfall" um die Dose kostenlos austauschen zu lassen, ansonsten ist der Austausch kostenpflichtig).
Versorgen Sie das Modem mit Strom und schalten Sie das Modem ein (falls es einen Ein-/Aus-Schalter besitzt).
Lesen Sie bitte unter 1.2 Konfiguration von Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 weiter.

1.1.2 Anschluß eines internen Modems (Modem-Karte):

Bitte sehen Sie in Ihrer Anleitung zum Modem bzw. zur Modem-Karte nach, wie Sie den Einbau und die Installation des internen Modems vornehmen müssen. Beachten Sie vor dem Einbau die Einstellungen von IRQ und DMA. (Sie können einen freien Interrupt (IRQ) suchen und finden, indem Sie das Microsoft-Diagnoseprogramm MSD.EXE (im Lieferumfang von MS-DOS/Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 enthalten) starten und unter IRQ-Status nachsehen. Beenden Sie MSD mit F3.)
Schließen Sie die Modem-Karte mit dem beiliegenden Telefonanschlußkabel an die Telefonanschlußdose an. Falls Sie keine der neueren Dreifach-Telefonanschlußdosen haben, besorgen Sie sich einen Dreifach-Adapter im Fachhandel (oder melden Sie bei der Telekom einen "Störfall" um die Dose kostenlos austauschen zu lassen, ansonsten ist der Austausch kostenpflichtig).

1.2 Konfiguration von Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11

Nachdem Sie das Modem eingebaut oder angeschlossen haben:
1. Starten Sie bitte Ihren Rechner.
2. Starten Sie Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11
3. Öffnen Sie die Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 Systemsteuerung (Hauptgruppe, Systemsteuerung)
4. Versichern Sie sich, daß in Hauptgruppe - Systemsteuerung - "Anschlüsse" bei den Einstellungen zu COMx (derjenige Port, an dem Ihr Modem angeschlossen ist) unter Baud der Wert 19200 oder höher eingetragen ist.
5. Schließen Sie die Systemsteuerung.

2. Einrichten der Software (am Beispiel des Trumpet Winsock)

Um Zugang zum Bürgernetz erhalten zu können, benötigen Sie an Software einen TCP/IP-Stack und Internet-Dialer. Im Betriebssystem MS-DOS / Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 ist weder Stack noch Dialer (wie etwa in MS-Windows 95) enthalten: Sie benötigen z.B. Trumpet Winsock, ein Programmpaket, das beides vereint.
Wenn Sie bereits einen Online- bzw. Internet-Zugang haben, sollten Sie Ihre bisherige Datei WINSOCK.DLL (z.B. im Verzeichnis WINDOWS\SYSTEM) sicherheitshalber unter einem anderen Namen sichern. In der Regel sind die Winsocket der kommerziellen Provider oder der Internet-Zugangs-Softwarepakete speziell auf die jeweilige Zugangssoftware zugeschnitten und diese ist meist nicht für Zugangszwecke (z.B. in ein Bürgernetz) konfigurierbar.

2.1 Installation des Trumpet Winsock 2.1F

Auf dieser CD-ROM erhalten Sie die gepackte komplette Distribution als ZIP-Datei
[CD-ROM-Laufwerksbuchstabe]:\ZUGANG\WIN311MO\TRUMPET\!PACKED\TWSK21F.ZIP
und auch bereits entpackt zum Installieren, d.h. zum Kopieren im Verzeichnis
[CD-ROM-Laufwerksbuchstabe]:\ZUGANG\WIN311MO\TRUMPET.
Beachten Sie, daß Sie nach dem Kopieren der Daten von CD-ROM die Dateieigenschaften ändern und den Schreibschutz der Dateien aufheben müssen, sonst kann es zu Schwierigkeiten kommen. Wir empfehlen daher die Installation durch das Entpacken (z.B. per WinZIP).
Beachten Sie weiterhin, daß dieses Programm ein Shareware-Programm ist. Sie dürfen es lediglich 30 Tage unregistriert benutzen. Danach müssen Sie sich beim Autor Peter R. Tattam registrieren lassen. Näheres erfahren Sie aus der dortigen Datei README.MSG oder im Menü Special - license oder unter Menü Help - Distribution des Programms. Sie können die Online-Hilfedatei TRUMPWSK.HLP auch extra starten (es gibt dort zwar ausführliche Informationen, jedoch lediglich in englischer Sprache, daher folgende Kurzanleitung).
Wenn Sie sich zum Registrieren des Trumpet Winsock entschlossen haben, erhalten Sie derzeit die Version 3.0C zugesandt. Sie finden dann leider etwas andere Menüs und auch etwas anders gestaltete Eingabeboxen vor, als hier für die Version 2.1F abgebildet. Sinngemäß lassen sich die Einträge aber übernehmen. Teilweise haben wir in dieser Anleitung auf wichtige Abweichungen aufmerksam gemacht.
1. Erstellen Sie ein Verzeichnis, in das Sie alle mitgelieferten Dateien hineinkopieren (b) oder besser entpacken (a), z.B. das Verzeichnis C:\TRUMPET
a) Verwenden Sie zum Entpacken unter Windows am besten das Shareware-Programm WinZip. (Sie müssen WinZip erst installieren? Starten Sie dazu folgende Datei direkt von der CD-ROM:
[CD-ROM-Laufwerksbuchstabe]:\TOOLS\WIN311\WINZIP\WZ16V61.EXE
und folgen Sie den Anweisungen von WinZip, das sich komfortabel selbst installiert.)
b) Beachten Sie, daß Sie nach dem Kopieren der Daten von CD-ROM die Eigenschaften der Dateien ändern und den Schreibschutz aller Dateien dieses Verzeichnisses aufheben:
Sie können das unter DOS (z.B. DOS-Eingabeaufforderung) oder unter Windows erledigen.
Unter DOS: Um das Schreibschutz-Attribut aller Dateien zu entfernen, verwenden Sie den DOS-Befehl ATTRIB -R C:\TRUMPET\*.*
(weitere Informationen über den DOS-Befehl ATTRIB finden Sie in Ihrem DOS-Handbuch)
Unter Windows: Verwenden Sie z.B. den Microsoft Windows Datei-Manager. Markieren Sie alle Dateien im Verzeichnis TRUMPET, wählen Sie Menü Datei - Eigenschaften und entfernen Sie das Kreuz bei Dateiattribut: schreibgeschützt.

2. Wir empfehlen Ihnen vor Änderung der folgenden Dateien eine Sicherungskopie der jeweiligen Dateien zu erstellen!
2.1
Fügen Sie in Ihrer AUTOEXEC.BAT Datei bei der Pfad-Anweisung dieses Verzeichnis hinzu. Es müßte die entsprechende Zeile in etwa so lauten: PATH C:\DOS;C:\WINDOWS;C:\TRUMPET
Unter Windows können Sie diese Eintragung auf einfache Weise erledigen: Benutzen Sie dazu den Systemkonfigurationseditor SYSEDIT.EXE. Geben Sie im Programm-Manager im Menü Datei - Ausführen sysedit ein. Sie erhalten mehrere Fenster mit den wichtigsten Systemdateien. Suchen und aktivieren Sie das Datei-Fenster C:\AUTOEXEC.BAT (im Menü Fenster auswählbar) und darin die entsprechende Zeile mit dem PATH-Befehl und ergänzen Sie das Verzeichnis für Trumpet. Bitte ändern Sie nur diesen Eintrag, speichern Sie diese Datei (Menü Datei - Speichern).
(Bei der registrierten Version, z.B. 3.0C, wird dies bei der Installation nach Rückfrage selbständig vorgenommen.)
2.2 Bei dieser Gelegenheit können Sie ggf. auch die Datei SYSTEM.INI ergänzen (im Menü Fenster des Systemkonfigurationseditors SYSEDIT die Datei SYSTEM.INI auswählen).
Suchen Sie in der Rubrik [386enh] folgende Zeilen
COMxFIFO=...
COMxBUFFER=...
COMBOOSTTIME=...
(wobei x die von Ihnen ermittelte serielle Schnittstellennummer ist, z.B. COM2FIFO=YES). Falls diese noch nicht vorhanden sind, ergänzen Sie unter [386enh] entsprechend
COMxFIFO=YES
COMxBUFFER=1024
COMBOOSTTIME=8
und speichern Sie die Datei SYSTEM.INI (Menü Datei - Speichern).
Schließen Sie den Systemkonfigurationseditor (Menü Datei - Beenden oder ALT-F4).

3. Damit diese Anweisungen wirksam werden, müssen Sie Windows beenden und AUTOEXEC.BAT erneut ausführen. Sie können Ihren Rechner auch neu starten (machen Sie dies am besten jedoch erst am Schluß dieser Installation).

Wenn Sie die registrierte Version (z.B. Trumpet Winsock 3.0C) verwenden, werden die folgenden Schritte (4 und 5) für Sie automatisch ausgeführt, sofern Sie dies wünschen.

4. Erstellen Sie in Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 eine neue Gruppe (z.B. Trumpet), indem Sie im Programm-Manager im Menü Datei - Neu Programmgruppe auswählen


und in Beschreibung: Trumpet eintragen (unter Gruppendatei brauchen Sie keinen Eintrag machen). Sie erhalten ein leeres Fenster (Programmgruppe) auf dem Programm-Manager.

5. Legen Sie nun ein Icon für das Programm TCPMAN.EXE an, indem Sie im Programm-Manager im Menü Datei - Neu Programm auswählen


und in Beschreibung: Trumpet Winsock 2.1F eintragen und in Befehlszeile den Pfad zu der Datei TCPMAN.EXE eintragen (in diesem Beispiel müssen Sie dort C:\TRUMPET\TCPMAN.EXE eintragen):

(Machen Sie unter Arbeitsverzeichnis keine Angabe, dann wird von Microsoft Windows (für Workgroups) 3.11 automatisch das richtige Verzeichnis verwendet.)
Hinweis: Sie können das erstellte Verzeichnis mit der Datei TCPMAN.EXE auch mit Hilfe des Befehls Durchsuchen ... finden und eintragen lassen (wählen Sie die Datei TCPMAN.EXE an!):


Sie sollten dann als Ergebnis folgendes Fenster auf Ihrem Programm-Manager erhalten:

2.2 Konfiguration des Trumpet Winsock 2.1F

Falls Sie bisher Ihren Rechner nicht neu gestartet haben (siehe unter 2.1 Nr. 3), bitte jetzt nachholen. Öffnen Sie dann die Gruppe Trumpet und doppelklicken Sie auf das Icon Trumpet Winsock.

2.2.1 Setup von Trumpet Winsock

Bei der ersten Verwendung lesen und akzeptieren Sie bitte die Lizenzvereinbarung (Mausklick auf Accept), sie gelangen dann automatisch in das Trumpet Winsock Setup, das Sie auch später im Menu File - Setup aufrufen können.


Sie sollten jetzt die Angaben Ihres Bürgernetzvereins zur Hand haben und entsprechend eintragen. (Obige Einstellungen gelten beispielhaft für das Bürgernetz Ingolstadt e.V. - bingo)
In jedem Fall benötigen Sie Angaben zu Name server und Domain suffix. (Beim Bürgernetz Ingolstadt lauten diese 194.95.216.129 und bingo.baynet.de - für das Bürgernetz Dillingen e.V. derzeit 194.95.207.3 und dillingen.baynet.de).
Da die IP-Adressen i.d.R. dynamisch vergeben werden, brauchen Sie unter IP adress nichts anderes als die vorgegebene 0.0.0.0 zu belassen.
Sie müssen Internal PPP statt Internal SLIP anklicken.
Geben Sie in SLIP port bitte die Nummer Ihrer oben ermittelten seriellen Schnittstelle ein:
Bei COM-Port 2 hier 2. (Bei Version 3.0C stellen Sie unter COMM port dann COM2 ein.)
Alle anderen Angaben können Sie auf den Vorgabewerten belassen.
(Bei stets guter Wahlverbindung können Sie die Werte erhöhen: MTU auf 1006, TCP RWIN auf 4096, TCP MSS auf 966)
Als Baud rate sollten Sie bei schnelleren Modem-Typen 57600 oder sogar 115200 statt 38400 eintragen. Sollten Sie Störungen in der Verbindung bemerken, reduzieren Sie diesen Wert (gegebenenfalls bis auf 19200).
Falls Sie Probleme bei der Einwahl haben, klicken Sie bei Online Status Detection statt None bitte DCD (RLSD) an.
Sie beenden Trumpet Winsock 2.1F im Menü File - Exit, damit die eben gemachten Einstellungen ("Änderungen") wirksam werden können.
Starten Sie das Programm wieder mit einem Doppelklick auf das Icon.
Sie können sich nun manuell (Menü Dialler - manual Login) oder halbautomatisch in das Bürgernetz einwählen. (Bitte erfragen Sie bei Ihrem Bürgernetzverein, ob dieser gegebenenfalls ein Einwahlscript für Ihre Version (2.1F oder 3.0C) des Trumpet Winsock erstellt hat, das Sie verwenden können.)

2.2.2 Einwahloptionen des Trumpet Winsock

Da der Winsock beim Start versucht, automatisch einzuwählen, müssen Sie im Menü Dialler - Options No automatic login anwählen (außer Sie wollen stets eine Internet-Verbindung aufbauen):


(Bei der Version 3.0C finden Sie diese Optionen ebenfalls unter Menü Dialler - Settings ... oder klicken Sie auf Dialler Settings in der File -Setup... Box.)

2.2.3 Setup des Password Authentication Protocol (PAP)

In der Regel benötigen Sie für die Einwahl in die Bürgernetze auch eine Konfiguration von PAP (fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Bürgernetzverein nach). Für die Bürgernetze Dillingen und Ingolstadt ist dies notwendig!
Klicken Sie im Menü File - PPP Options bei Use Password Authentication Protocol (PAP), um ein Kreuz erscheinen zu lassen, und geben Sie Ihre Benutzerkennung unter Username und Ihr Paßwort ein (beachten Sie, daß Ihre Eingaben bei Password nicht sichtbar sind, sondern als Asteriske ("*") abgebildet werden):


(Bei der Verwendung der registrierten Winsock (derzeit 3.0C) bitte PAP (nicht CHAP) ankreuzen.)

2.2.4 Konfiguration der halbautomatischen Einwahl in das Bürgernetz

2.2.4.1 Standard-Konfiguration

Wählen Sie im Menü Dialler - Login (bei Version 3.0C: Dialler - Profile). Beim ersten Aufruf werden Sie nach der Telefonnummer des Bürgernetzes, Ihrer Benutzerkennung und Ihrem Paßwort gefragt:
Geben Sie die Einwahlnummer Ihres Bürgernetzes (gegebenenfalls die spezielle Nummer für Modem-Anwahl) ein.
Für das Bürgernetz Dillingen lautet diese 09071-702 (falls Sie die Vorwahl nicht benötigen, tragen Sie bitte lediglich 702 ein). Für das Bürgernetz Ingolstadt (bingo e.V.) tragen Sie 0841-938150 oder nur 938150 ein, wenn Sie sich im Vorwahlbereich 0841 befinden.


Geben Sie nun die von Ihrem Bürgernetzverein zugewiesene Benutzerkennung

und das Paßwort ein (beachten Sie, daß Ihre Paßwort-Eingabe nicht sichtbar ist, sondern als Asteriske ("*") abgebildet wird!):

Der Trumpet Winsock-Dialer wählt nun gleich das Bürgernetz an. (Wenn Sie diese Eingaben später ändern wollen, wählen Sie im Menü Dialler das Script setup.cmd. Vergessen Sie nicht, gegebenenfalls im Menü File - PPP Options die PAP-Eintragungen entsprechend zu ändern.)
Sie sehen jetzt auf dem Bildschirm des Trumpet Winsock 2.1F Zeichenfolgen erscheinen, z.B.:
atz
OK
at&c1&k3
OK
atdt0841-938150
Dies sind die sogenannten AT-Befehle (oder Hayes-Befehle), die das Modem zurücksetzten (atz), initialisieren und die Nummer des Bürgernetzes per Tonwahl wählen (atdt0841-938150).
Aus dem eingebauten Lautsprecher des Modems hören Sie die Wählgeräusche in Form von Tonfolgen, da bei Trumpet Winsock die Verwendung von Tonwahl voreingestellt ist.
Sollten Sie weiterhin das Freizeichen hören (oder eine Telefonanlage benutzen) müssen Sie die Einstellungen wie in 2.2.4.2 oder 2.2.4.3 beschrieben ändern, um eine Verbindung zu erhalten:

2.2.4.2 Pulswahl statt Tonwahl einstellen

2.2.4.2.1 Wenn Sie die Shareware-Version 2.1 F verwenden:

Öffnen Sie im Menü Dialler - Edit scripts das Script LOGIN.CMD (wählen Sie login.cmd an!)


und suchen Sie nach der Zeichenfolge atdt (gegebenenfalls im Menü Suchen - Suchen... atdt eingeben!)

Schreiben Sie statt atdt (ATtention Dial Tone - "Achtung liebes Modem, wähle per Tonwahlverfahren folgende Nummer") atdp (ATtention Dial Pulse - "Achtung liebes Modem, wähle per Impulswahlverfahren folgende Nummer") und speichern Sie diese Datei ab (Menü Datei - Speichern).
Beenden Sie das Editieren mit ALT-F4 oder im Menü Datei - Beenden.
Wiederholen Sie den Vorgang (Menü Dialler - Login) um das Ergebnis zu testen (weiter bei 2.3).

2.2.4.2.1 Wenn Sie die registrierte Version (z.B. 3.0C) verwenden:


Sie können den Dial-String dt oder dp bequem in einer Dialogbox eingeben: Menü Dialler - modem.cmd. Dort stellen Sie ggf. auch den Init-String (siehe 2.2.4.3) ein oder um.

(Abbildung: registrierte Version 3.0C)

2.2.4.3 Abweichender Eintrag bei Benutzung einer Telefonanlage

Geben Sie bei der Telefonnummer die Ziffer zur Amtsholung (in der Regel die Null 0) und ein Komma (gegebenenfalls auch mehrere Kommata) (,,,,) ein, damit einen Moment gewartet wird.
Gegebenenfalls geben Sie anstelle des Kommas (für eine kurze Pause) ein w ein, um auf eine Amtsleitung zu warten.
Um die Einstellungen zu ändern, starten Sie im Menü Dialler das Script setup.cmd (vgl. oben 2.2.4.1) und tragen Sie bei Enter your phone number 0,0841-938150 oder 0w0841-938150 ein.
Wenn Sie im selben Vorwahlbereich wohnen, können Sie auch die jeweilige Vorwahl weglassen. Für das Bürgernetz Dillingen e.V. lautet es beispielsweise dann 0,702 bzw. 0w702.
Für das Bürgernetz Ingolstadt e.V. lautet der Eintrag dann 0,0841-938150 bzw. 0w0841-938150


Bitte sehen Sie gegebenenfalls in der Dokumentation zu Ihrem Modem nach, welche speziellen Hayes-("AT")-Befehle hierzu noch notwendig sind.
Bei verschiedenen Telefonanlagen - abhängig von den Werkseinstellungen des Modems - ist noch der AT-Befehl ATX3 oder alternativ ATX2 notwendig.
Wenn Sie die registrierte Version (z.B. 3.0C) verwenden, können Sie den notwendigen Init-String bequem in einer Dialogbox eingeben: Menü Dialler Setup... Modem (siehe oben 2.2.4.2.2)
In der Sharewareversion 2.1F fügen Sie dazu im Script login.cmd die Zeile
output "atX3"\13
vor der in 2.2.4.2 abgebildeten Zeile output "atdt"$number\13 ein, so daß es dann lautet:
status Dialling $number (attempt %n)
output "atx3"\13
output "atdt"$number\13
bzw. (falls Sie schon auf Impulswahl umgestellt haben sollten):
status Dialling $number (attempt %n)
output "atx3"\13
output "atdp"$number\13
Verfahren Sie zum Bearbeiten des Scripts login.cmd wie in 2.2.4.2 beschrieben.

2.3 Einwahl in das Bürgernetz

Während Trumpet Winsock wählt, drücken Sie bitte keine Tasten, außer Sie wollen den Wähl- und Verbindungsvorgang abbrechen! Warten Sie auf die Meldung CONNECT ... z.B.
CONNECT 28800/ARQ/V34/LAPM/V42BIS
Hallo dies ist der ISDN-Router von bingo.e.V. 3.16x4-exp
Drücken Sie, sobald Sie eine CONNECT-Meldung erhalten haben, die Escape-Taste (Esc), um die PPP-Verbindung zu ermöglichen. (Bei der Version 3.0C klicken Sie auf CANCEL-Knopf in der Statusbox.)
Sie erhalten vom Bürgernetzrechner jetzt (i.d.R. immer automatisch/dynamisch) eine IP-Nummer zugewiesen, die Ihnen nun angezeigt wird. Sie benötigen diese Angaben jedoch nicht weiter.
Sie sind nun mit dem Bürgernetzrechner verbunden und können die Funktionalität testen bzw. Ihre Internet-Anwendungen ausführen (WWW-Browser starten, EMail, etc.). Wechseln Sie dazu in den Programm-Manager (aber schließen Sie nicht das Trumpet-Winsock-Fenster!) und starten Sie z.B. Netscape Navigator durch einen Doppelklick auf das entsprechende Icon.
Erhalten Sie die Fehlermeldung, daß Benutzerkennung oder Paßwort falsch sind, müssen Sie noch die Datei TRUMPWSK.INI unter [default vars] mit einem Editor nachbearbeiten.
Die Zeile $password="..." dieser Datei muß zwischen den Anführungszeichen das Paßwort in Klartext enthalten. Sie können hierzu gleich den Editor über das Trumpet-Winsock Menü Dialler - Edit scripts verwenden. Geben Sie als Dateiname TRUMPET.INI ein!
Soweit die Kurzanleitung. Für weitere und umfassendere Informationen steht Ihnen die englische Online-Hilfedatei C:\TRUMPET\TRUMPWSK.HLP zur Verfügung, insbesondere bei der registreirten Version.

2.4 Verbindung beenden

Wichtig: Mit dem Menü Dialler - Bye im Trumpet Winsock Fenster können Sie jederzeit die Verbindung beenden. Bitte vergessen Sie dies nach Ihrem Ausflug ins Internet nicht. Eine aufgebaute Verbindung kostet Sie Telefoneinheiten und belegt beim Bürgernetzverein eine Modemleitung, die andere eventuell nutzen wollen.

3. Funktionalität testen

Hier nun abschließend ein Tip, wie Sie die Funktionalität des Internet-Zugangs testen können:
Starten Sie zunächst den Verbindungsaufbau per Trumpet Winsock.
Nachdem die Verbindung aufgebaut ist, starten Sie aus dem Programm-Manager (Menü Datei - Ausführen) trumping.exe
Falls Sie die Fehlermeldung erhalten, daß das Programm nicht gefunden wurde, ist Ihr PATH-Eintrag in der AUTOEXEC.BAT fehlerhaft - siehe oben unter 2.1 Nr. 3.
Hinweis: Wenn Sie die registrierte Version (derzeit 3.0C) benutzen, hat sich der Lieferumfang von Trumpet Winsock geändert! Bitte benutzen Sie das entsprechende PING-Programm. Sie finden es in Ihrem Trumpet-Fenster im Programm-Manager zusammen mit weiteren hilfreichen Programmen, deren Verwendung in der Online-Hilfe jeweils beschrieben sind.
Nach kurzer Zeit erscheint der Bildschirm von trumping.exe, in dem Sie wie folgt unter Host zunächst die IP-Adresse 194.95.216.129 eingeben und Start drücken:


Im unteren Fenster erscheinen dann verschiedene Sende- und Empfangsinformationen.
Mit diesem einfachen Test ist sichergestellt, daß der angegebene Host (Server des Bürgernetzes) erreicht wird.
Wenn Sie unter Host anstelle der Zifferfolgen www.bingo.baynet.de eingeben und keine Fehlermeldungen erhalten, sind Sie sicher, daß der Dienst zur Namensauflösung (DNS) funktioniert.
Beenden können Sie das Programm Trumpet Ping mit Stop und Close.
Viel Spaß im Internet!