Anleitung zur Einwahl in Bürgernetze per ISDN unter Windows 95
Anleitung zur Einwahl in Bürgernetze per ISDN unter Windows 95
Hinweis: Je nach verwendeter ISDN-Karte ist für Sie entweder Kapitel 3
(Teles) oder Kapitel 4 (AVM) interessant.
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Selbstverständlich einen Rechner, auf dem Windows 95 läuft!
- Eine der folgenden ISDN-Karten:
* Teles S0-16.0, Teles S0-16.2 oder Teles S0-16.3
* Teles S0-8
* Creatix S0 (baugleich mit Teles)
* Datahighway (baugleich mit Teles S0-8)
* Fritz! Card von AVM
Bei
der Installation von Windows 95 müssen alle Optionen unter "Verbindungen"
mitinstalliert worden sein. Sie finden diese Optionen in der Systemsteuerung in
der Sektion Software. Falls nicht alle Optionen installiert sind, müssen
Sie diese von der Windows 95 Original-CD nachinstallieren.


Außerdem müssen Sie im Netzwerksetup in der Systemsteuerung das
TCP/IP-Protokoll installiert haben. Falls Sie dies noch nicht gemacht haben,
sollten Sie dies nun nachholen. Hierzu doppelklicken Sie in der Systemsteuerung
(erreichbar z.B. über Start | Einstellungen | Systemsteuerung) auf das
Netzwerk-Icon und wählen anschließend in der Karte "Konfiguration"
die Schaltfläche "Hinzufügen...". Markieren Sie im folgenden Fenster
die Zeile "Protokoll" und klicken Sie erneut auf die Schaltfläche
"Hinzufügen...".

Wählen Sie im nun erscheinenden Fenster zuerst als Hersteller die Firma
Microsoft und anschließend als Netzwerkprotokoll TCP/IP.

Sie können hier die Standardeinstellungen des TCP/IP-Protokolls
übernehmen und brauchen vorerst keine Änderungen vorzunehmen. Die
nötigen Einstellungen dazu werden später an anderer Stelle im System
durchgeführt. Bestätigen Sie ihre Wahl mit OK.
Wenn Sie über eine ISDN-Karte der Firma Teles verfügen, so lesen Sie
bitte in Kapitel 3 (Installation der Teles-Karte) weiter. Falls Sie die
ISDN-Karte Fritz!Card der Firma AVM besitzen, so lesen sie bitte in Kapitel 4
(Installation der Fritz!Card) weiter.
Änderung
in letzter Minute: Die TELES AG, Berlin, kann die neuesten Treiberprogramme
nicht auf dieser CD-ROM zur Verfügung stellen. Falls Sie sich die neueste
Dualcapi besorgen möchten, wenden Sie sich bitte an die TELES AG, Dovestr.
2-4, 10587 Berlin. Die Teles-Software können Sie auch über das
Internet abrufen unter der Adresse http://www.teles.de.
Im weiteren Verlauf dieses Kapitels gehen wir davon aus, daß Ihnen
die Teles-Dualcapi Version 3.13 vorliegt.
Installation der Hardwaretreiber für Ihre ISDN-Karte:
Entpacken Sie die Datei der neuesten Teles Dualcapi. Verwenden Sie vor allem
bei älteren Teles Karten (meist Karten vor Mai 1996) nicht die
mitgelieferte Software unter Windows 95! Öffnen Sie dann die Sektion
"Netzwerk" in der Systemsteuerung:
(Hinweis: Je nach Konfiguration Ihres Rechners, kann der Inhalt dieses Fensters
etwas anders aussehen.)
Wählen Sie dort "Hinzufügen" und dann die
Option "Netzwerkkarten". Öffnen Sie dort mit dem Button "Diskette" ein
Dateifenster und geben Sie dort den Pfad ein, wo Sie die entpackte Version
Ihrer Dualcapi gespeichert haben. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Ok.
Dann erscheint ein Fenster, in dem Sie den Typ Ihrer Teles-Karte auswählen
können (Beachten Sie hierbei auch die Hinweise im Teil der
Hardwarevoraussetzungen, bezüglich Kompatibilität der einzelnen
Karten).


Wählen Sie hier Ihre Karte aus. Nachdem Sie die Auswahl mit "Ok"
bestätigt haben, wird Windows 95 den jeweiligen Treiber installieren. Im
Netzwerkdialog machen Sie jetzt einen Doppelklick auf die neu installierte
Teles-Karte. Im folgenden Dialog müssen Sie einige Einstellungen für
Ihre Karte vornehmen:

Insbesondere sollten Sie auf die Einstellung des IRQs (Interrupt Request Level)
und des E/A-Adreßbereichs achten. Auf keinen Fall dürfen Sie eine
Einstellung verwenden, hinter der ein "*" erscheint. Angaben zum
Adreßbereich entnehmen Sie bitte dem Handbuch Ihrer ISDN-Karte, wobei Sie
allerdings mit den Standardeinstellungen in den meisten Fällen richtig
liegen. (Anmerkung: Bei anderen Typen von Teles-Karten kann der Dialog auch
noch mehr Optionen enthalten. Details zu diesen Optionen entnehmen Sie dann
bitte wieder dem Handbuch Ihrer Karte).
Verlassen Sie den Netzwerk-Dialog der Systemsteuerung jetzt noch nicht! Mit
diesem Schritt haben Sie die Capi 1.1
(CAPI=Common-Application-Programmers-Interface; deutsch: standardisierte
Anwendungsschnittstelle) sowie die Capi 2.0 auf Ihrem Rechner installiert.
Damit funktionieren jetzt sowohl 16-Bit Programme, die eine Capi 1.1
benötigen, sowie 32-Bit Programme, die mit einer Capi 2.0
zusammenarbeiten.
Für die Einwahl beim Bürgernetz mit der Teles-Karte unter Windows 95
benötigen Sie zusätzlich zu dem Hardwaretreiber noch die
Acotec-Modememulation. Diese macht Ihre ISDN-Karte für das
DFÜ-Netzwerk von Windows 95 ansprechbar, d.h. sie bildet eine
Schnittstelle zwischen der Capi 2.0 und der Netzwerksoftware von Windows 95.
Die Acotec-Modememulation wird ebenfalls im Netzwerkteil der Systemsteuerung
installiert. Allerdings ist sie unter "Protokollen" aufgeführt. Wie bei
der ISDN-Karte muß man hier die Version verwenden, die bei der Dualcapi
3.13 mitgeliefert wird. Sie wählen also im "Netzwerk" Dialog
"Hinzufügen" und im Dialog "Netzwerkkomponenten auswählen" den
Eintrag "Protokoll". Hier öffnen Sie wieder den Dateidialog mit dem Button
"Diskette" und geben das Verzeichnis an, in dem die entpackte Version der
Dual-Capi 3.13 liegt. Nach der Bestätigung Ihrer jeweiligen Einstellungen
mit "Ok" erscheint dann der folgende Dialog:

Hier bestätigen Sie die einzige verfügbare Option. Windows 95
installiert dann die Acotec Modememulation für die Capi 2.0.
Verlassen Sie jetzt den Netzwerk-Dialog mit Ok. Die folgende Frage nach einem
Neustart von Windows 95 beantworten Sie mit Ja. Falls es beim folgenden
Neustart Fehlermeldungen geben sollte, überprüfen Sie bitte die
Einstellungen Ihrer Karte, insbesondere, ob der verwendete IRQ frei ist und ob
die I/O-Adresse stimmt.
Hinweis: Die hier verwendete Modememulation ist leider nicht für den
Zugang zu Mailboxen oder für BTX geeignet. Dies kann sich natürlich
in späteren Versionen der Teles-Software noch ändern.
Hiermit wäre dann die Installation der Hardware abgeschlossen.
Die
hier beschriebene Installation für die Fritzcard verwendet den sogenannten
Capiport. Dieser erlaubt, die ISDN-Karte sowohl über das DFÜ-Netzwerk
zu verwenden, als auch Verbindungen zu analogen Mailboxen oder einen BTX Zugang
einzurichten.
Eine ausführliche Installationsanleitung für die Fritz!Card finden
Sie auf den der Karte beiliegenden Disketten von AVM. Die jeweils aktuellste
Version des Capiports befindet sich auf dem Supportrechner der Firma AVM in
Berlin und ist von dort kostenlos mittels Fritz!data zu beziehen. Weitere
Informationen hierzu finden Sie im Handbuch Ihrer Fritz!Card. Daher werden wir
uns hier auf die wichtigsten Punkte der Installation beschränken. Sie
sollten sich also vor der Installation die Datei "readme.wri" auf der Diskette
"FRITZ!Card, Installation für Windows 95", die Ihrer Karte beiliegt,
durchlesen.
Die Release 1.1 vom 11.12.96 des Capiport von AVM finden Sie auf der CD im
Verzeichnis "\ZUGANG\WIN95IS\AVM\CAPIPORT".
Informationen zum AVM ISDN Capi Port-Treiber finden Sie dort in der Datei
CAPIPORT.HLP.
Ein kleiner Tip, für diejenigen, die die Datei nicht lesen möchten:
Man muß den Capiport-Treiber über die Systemsteuerung unter Hardware
und als "Anschlüsse (COM und LPT)" installieren.
So richten Sie Ihren Capiport ein:
Rufen Sie die Systemsteuerung (über Start | Einstellungen |
Systemsteuerung) auf und doppelklicken Sie auf das Icon Hardware, womit Sie
den Hardware-Assistenten starten, der Sie durch die weitere Installation
führt. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Weiter>" und beantworten
Sie im nächsten Fenster die Frage "Soll jetzt neue Hardware gesucht
werden?" mit Nein und klicken Sie "Weiter>".
WICHTIG:
Als Typ der zu installierenden Hardware müssen Sie unbedingt
"Anschlüsse (COM und LPT)" auswählen !!!
Sie dürfen auf keinen Fall den Typ "AVM ISDN-Controller"
wählen, obwohl man das intuitiv an dieser Stelle vermuten würde.

Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "Weiter>". Klicken Sie in den
nächsten Fenstern auf die Schaltflächen "Diskette..." und
"Durchsuchen...". Wechseln Sie in das Verzeichnis
"\Tools\internet\windows.95" (bei älteren Versionen nach
"\ZUGANG\WIN95IS\AVM\CAPIPORT") auf der CD-ROM, in dem sich der AVM ISDN
Capiport-Treiber befindet. Im Eingabefeld "Dateiname" erscheint nun der Name
avmport.inf. Bestätigen Sie mit OK.
Im nächsten Fenster "Von Diskette installieren" klicken Sie bitte wiederum
auf OK.
Bestätigen Sie die nächsten beiden Fenster des Hardware-Assistenten
jeweils mit "Weiter>".
Die geänderten Systemeinstellungen werden erst nach einem Neustart des
Systems wirksam. Beantworten Sie die Frage nach einem Neustart des Systems mit
"Ja".
Richten Sie nun, wie nachfolgend im Kapitel 5 beschrieben, eine Verbindung zu
Ihrem Bürgernetz im DFÜ-Netzwerk ein.

|
statt "Benutzerdefinierte Verbindung" eingeben:
"Bürgernetz GAP-Online"
|
Nachdem jetzt die Treiber für Ihre Karte installiert sind, geht es nun
daran, Windows 95 beizubringen, eine TCP/IP Verbindung über die ISDN Karte
mit dem Bürgernetz aufzubauen. Dies geschieht über das
DFÜ-Netzwerk (Daten-Fern-Übertragungs-Netzwerk). Wählen Sie dazu
im Startmenü Programme/Zubehör/DFÜ-Netzwerk aus. Klicken Sie
hier auf "Neue Verbindung", wenn Sie bereits andere Verbindungen eingetragen
haben, oder folgen Sie dem automatischen Installationswizzard.
Hier sollten Sie jetzt den Namen Ihres Bürgernetzvereins eintragen, damit
Sie später auch immer wissen, wohin Ihre Verbindung geht. Als
nächstes müssen Sie Ihr "Modem" auswählen. Denn wie bereits bei
der Installation der ISDN-Treiber erwähnt, werden ISDN-Karten unter
Windows 95 wie Modems angesprochen. Obige Grafik zeigt die Einstellung für
die Teles-Karte. Für die Fritz!Card wählen Sie "AVM ISDN Internet
(PPP over ISDN)" aus. Klicken Sie dann bitte auf "Konfigurieren". In dem Folder
"Einstellungen" wählen Sie bitte "Erweitert" und sollten dann eines der
folgenden Dialogfenster erhalten:
Bei Verwendung einer Teles-Karte:

Bei Verwendung der AVM Fritz!Card:

Stellen Sie bitte alles so ein, wie es die Grafiken, jeweils bezogen auf die
verwendete ISDN-Karte, zeigen.
Bei den Teles-Karten tragen Sie anstelle von "<MyMSN>" eine Ihrer
ISDN-Nummern ein, die Sie von der Telekom erhalten haben. Bestätigen Sie
Ihre Eingaben durch "OK" und folgen Sie dem Wizzard über "Weiter>".
Als nächstes geht es darum, die Telefonnummer für die Einwahl ins
Bürgernetz einzustellen. Machen Sie die Einstellungen so, wie in diesem
Beispiel (tragen Sie anstelle von <Telefon-Nr. Bürgernetz> die
Nummer ein, die Sie von Ihrem Bürgernetz erhalten haben). Die Vorwahl
geben Sie bitte im Feld Rufnummer mit ein und nicht unter Ortskennzahl, da dies
manchmal Probleme verursachen kann.
Wenn Sie dem Wizzard weiter folgen, dann erscheint noch ein
abschließendes Dialogfenster, in dem Sie endgültig die Erstellung
einer neuen Verbindung bestätigen müssen.

|
hier eintragen: 0193626 (immer ohne Vorwahl)
oder bei Telefontarif ISDN-XXL eine zweite DFÜ-Verbindung
08821 95490 (in GAP die Vorwahl weglassen)
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Sie sollten jetzt in Ihrem "DFÜ-Netzwerk" ein neues Icon erhalten haben,
das die Verbindung zum Bürgernetz darstellt. Allerdings sind vorher noch
ein paar kleine Konfigurationsdinge zu erledigen: Öffnen Sie mit der
rechten Maustaste das Kontextmenü Ihrer neuen Verbindung und wählen
Sie daraus bitte "Eigenschaften". Sie erhalten dann in etwa folgendes:

|
hier eintragen: 0193626 (immer ohne Vorwahl)
oder bei Telefontarif ISDN-XXL die zweite DFÜ-Verbindung
08821 95490 (in GAP die Vorwahl weglassen)
|
(Bemerkung: Obige Abbildung bezieht sich auf eine Teles-ISDN-Karte. Bei einer
AVM Fritz!Card erscheint im Abschnitt "Verbinden über:" das Textfeld "AVM
ISDN Internet (PPP over ISDN)".
Deaktivieren Sie die Option "Landes- und Ortskennzahl verwenden", denn die
Vorwahl haben Sie ja bereits bei der Nummer selbst eingestellt.
Nun wählen Sie bitte "Servertyp". Nehmen Sie dann die folgenden
Einstellungen im "Servertypen"-Dialog vor:

Nun müssen Sie noch die TCP/IP-Einstellungen verändern. Hier tragen
Sie bitte folgendes ein:

Nun kommt der spannendste Teil der Installation, nämlich der Test der
Verbindung. Durch einen Doppelklick auf das Icon Ihrer
Bürgernetzverbindung öffnen Sie folgenden Dialog:

|
Benutzername z.B.:
gap0853
Kennwort:
Das Ihnen mitgeteilte.
Rufnummer
0193626 (immer ohne Vorwahl)
oder bei Telefontarif ISDN-XXL die zweite DFÜ-Verbindung
08821 95490 (in GAP die Vorwahl weglassen)
|
Hier müssen Sie jetzt den Benutzernamen und Ihr persönliches
Paßwort eintragen. Diese Angaben erhalten Sie von Ihrem
Bürgernetzverein. Die richtige Telefonnummer können Sie auch noch
einmal überprüfen. Durch den Button "Verbinden" lösen Sie
schließlich die Anwahl aus.
Nach kurzer Zeit und ein paar Meldungen in einem Statusfenster sollte dann etwa
folgendes erscheinen:

Wenn es Probleme gibt, sollten Sie zuerst einmal überprüfen, ob
Benutzername und Paßwort korrekt eingetragen worden sind (vor allem auf
Groß-/Kleinschreibung achten!). Falls es dann immer noch Probleme gibt,
kontrollieren Sie bitte, ob die anderen hier vorgestellten Einstellungen in
Ordnung sind.